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Soziale Unsicherheit

Sozial unsichere Kinder fallen im Alltag nicht zwangsläufig als behandlungsbedürftig auf, da sie dem ersten Eindruck nach pflegeleicht zu sein scheinen. Im Unterschied zu beispielsweise hyperkinetischen oder aggressiven Kindern bringen sie Erwachsene nicht unter Handlungsdruck.Vielmehr zeigen sie in der Interaktion mit anderen eine übermäßige Schüchternheit, Ängstlichkeit, Unsicherheit sowie Vermeidungsverhalten. Manche Kinder verweigern Sozialkontakt aktiv; andere wünschen Kontakt zu Gleichaltrigen, können sich jedoch nur schwer oder gar nicht von ihren Eltern und ihrem häuslichen Umfeld trennen.


Inkompetentes Verhalten kann sich bei sozial unsicheren Kindern auf die Art zu sprechen sowie auf Mimik und Gestik beziehen. Diese Kinder antworten nicht auf Fragen oder nur einsilbig, sprechen zu leise oder undeutlich; andere reden zwar viel, jedoch findet kein kommunikativer Austausch statt.

Viele dieser Kinder sind nicht zu Blickkontakt fähig, und bei manchen ist auf dem Gesicht keine Gefühlsregung erkennbar; deutlich fällt der mangelnde Ausdruck von Freude auf. Eine Reihe sozial unsicherer Kinder zappelt mit den Beinen und spielt nervös mit den Fingern; andere bewegen sich kaum und ihre Motorik wirkt steif und erfolgt verlangsamt.”

Symptome

Die mit Bewertungsangst verbundenen Empfindungen sind Verlegenheit und Scham; und das damit verknüpfte Verhalten besteht in:

 

 rot.gif Schweigen, besonders in der Öffentlichkeit

 grün keinen Blickkontakt aufnehmen

 orange vermeiden von Essen und Trinken in der Öffentlichkeit

 blau Erröten

 rot.gif Zittern von Händen und Beinen

 grün Angst zu Erbrechen

 orange Magen- und Darmbeschwerden

 blau Drang, zur Toilette zu müssen

 rot.gif Herzklopfen

 grün Muskelverspannungen

 

(aus: Petermann: Training mit sozial unsicheren Kindern, Weinheim 2003)