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Erzieherische Verunsicherungen

Viele der betroffenen Eltern haben das Gefühl, dass sie trotz intensiver Bemühungen und großem emotionalen Aufwand ihrer Rolle als Eltern nicht mehr gerecht werden können. Sie entwickeln starke Zweifel an ihrer erzieherischen Kompetenz (Mash und Johnston 1983a, 1983b), sind ratlos und irgendwann auch körperlich und seelisch erschöpft (Baldwin u.a. 1995; Breen und Barkley 1988; Mash und Johnston 1983a/b, 1990; Barkley u.a. 1991).

Verzweiflung bis hin zur Depression, emotionale Konfliktverschärfung, Streitigkeiten zwischen den Eltern wegen der Probleme mit dem betroffenen Kind sind an der Tagesordnung. Diese negativen Eltern-Eltern- als auch Eltern-Kind-Beziehungen begründen vielfach einen Teufelskreis der Eskalierung der inner- und außerfamiliären Stresslage, der Schulprobleme und der Schwierigkeiten im Umgang mit den Gleichaltrigen (z.B. Diebstählen) (Patterson 1996; Andersen u.a. 1994).